ATEMSCHUTZ ZUBEHÖR
![]() |
Bei Brand- oder Gefahrguteinsätzen, bei denen giftige Gase sich in der Atemluft befinden, wird ein umluftunabhängiger Atemschutz benötigt.
Diese Geräte schützen den Träger vor diesen Gasen und versorgen ihn mit Frischluft.
In Geräten mit 6 Liter Volumen ist die Luft mit 300 bar gespeichert, dies ergibt ein Volumen von 1.636 l Atemluft die, je nach Belastung, für ca. 30 min. ausreicht.
Zur Kontrolle dient ein Manometer, auf dem beobachten werden kann, wie hoch der Luftdruck in der Flasche noch ist.
Zum Schutz, dass die Luft in der Flasche zu Neige geht, gibt es eine akustische Warneinrichtung in Form einer Signalpfeife, die bei einem Druck von 55 bar
(+/- 5 bar) zu pfeifen beginnt.
![]() |
Teil eines jeden Atemschutzgerätes ist der Atemanschluss, der das Gerät mit den Atemwegen des Benutzers verbindet.
Im Feuerwehrdienst dürfen nur so genannte Vollmasken eingesetzt werden.
Diese bedecken Augen, Nase, Mund und Kinn.
Sie sichert einen ausreichenden Schutz des Gesichtes bei trockener oder feuchter Haut, wenn der Kopf bewegt wird und wenn der Maskenträger spricht.
Sie gewährt gleichzeitig Schutz gegen strahlende Wärme und mechanische Verletzungen.
Quelle Bild: Dräger
![]() ABEK2 Filter |
Kombinationsfilter (ABEK2-P3) schützen vor einer Vielzahl bekannter Schadstoffe, die bei Einatmung Gesundheitsschäden verursachen können.
Sie schützen vor organischen bzw. anorganischen Gasen und Dämpfen und Toxische Gasen.
Beim Einsatz von Kombinationsfiltern muss der Sauerstoffgehalt der Atemluft min. 17 Vol.-% betragen.
Weiterhin muss die Art, Eigenschaften und Zusammensetzung der Gefahrstoffe in der Luft müssen bekannt sein.
![]() Partikelfilter |
Partikelfilter dienen zum Schutz gegen feste und flüssige Partikel, giftiger Stoffe, sie dürfen nur für partikelförmige Stoffe eingesetzt werden keinesfalls Gasförmige Stoffe.
Die Gebrauchsdauer von Kombinationsfilter sowie Partikelfilter ist von der Belastung abhängig.
Das Ende der Gebrauchsdauer von Kombinationsfiltern oder Partikelfiltern, die eingesetzt wurden, ist am Ansteigen des Atemwiderstandes (Einatemwiderstand) zu erkennen.
Auf allen Filtern ist ein Verfallsdatum aufgedruckt. Spätestens dann sind die Filter nicht mehr als Schutz vor gefährlichen Stoffen einzusetzen. Schon geöffnete unverplombte, aber unbenutzte Filter müssen entsorgt oder dürfen ausschließlich nur noch für Übungszwecke verwendet werden.
![]() |
Brandfluchthauben werden bei der Feuerwehr eingesetzt um Menschen aus einem verrauchten Gebäude zu führen.
Durch ihre Bauweise und einer flexiblen Halskrause können sie von Brillenträgern, Bartträgern aber auch von Kindern getragen werden. Eine große Sichtscheibe, die zusätzlich mit einem Antibeschlagmittel behandelt ist, bietet klare Sicht auf den Fluchtweg.
Brandfluchthauben sind mit einem Kombinationsfilter ausgestattet der gegen Brandgase, Rauche und Partikel schützt, die Gebrauchsdauer beträgt max. 15 min.
Sie haben eine Lebensdauer von 12 Jahren, wobei nach 6 Jahren ein Filtertausch notwendig ist um die Funktionstüchtigkeit zu gewährleisten.
Durch ihre orangene Haube sind sie für Retter gut zu erkennen.
Quelle Bild: Dräger
![]() |
Mit der Dräger Atemschutzüberwachungstafel Regis werden bei einem Einsatz alle Trupps die sich unter Atemschutz befinden registriert.
Die Atemschutzüberwachung dient den Trupps, die unter Atemschutz im Einsatz sind, zur Kontrolle ihrer Behälterdrücke.
Eine Atemschutzüberwachung wird vom Gruppenführer oder einer von ihm beauftragten und geeigneten Einsatzkraft, durchgeführt.
Die Registrierung muss folgende Punkte enthalten:
- Name des Atemschutzgeräteträgers
- Uhrzeit beim Anschließen des Lungenautomaten
- Uhrzeit bei 1/3 und 2/3 der zu erwartenden Einsatzzeit
- Erreichen des Einsatzzieles
- Beginn des Rückzugs
- Bemerkungen und Notizen
An jedem Atemschutzgerät sind am Totmannwarner und Plaketten angebracht worauf der Atemschutzgeräteträger sein Namensschild aufdrücken kann (Klett).
Darauf enthalten ist die Nummer des Atemschutzgerätes.
Mit Hilfe einer Stoppuhr, an der Überwachungstafel, kann die Vorgegebene Zeit eingestellt werden.
Diese Zeiten befinden sich in einer Tabelle auf dem Formblatt "Atemschutzüberwachung"
![]() |
Der Totmannwarner befindet sich an jedem Atemschutzgerät der Feuerwehr Löwenstein, er wird bei Einsatzbeginn entsichert.
Dieses Gerät bietet dem Atemschutzgeräteträger zusätzliche Sicherheit.
Bewegt sich der Atemschutzgeräteträger für ca. 30 Sek. nicht ertönt eine Vorwarnung.
Der Atemschutzgeräteträger hat jetzt ca. 30 Sek. Zeit sich entsprechend zu bewegen um diesen Voralarm zu deaktivieren.
Bewegt er sich in dieser Zeit nicht, ertönt ein Alarm.
Dieser Alarm ist unüberhörbar für andere Einsatzkräfte.
Er signalisiert dass sich der Atemschutzgeräteträger in einer Notlage befindet und Hilfe benötigt.








