GROSSÜBUNG KLINIK LÖWENSTEIN
am 21.06.2008 um 15:00 Uhr
„Evakuierung einer Station“
Mit dieser Situation muss ein Krankenhaus und die zuständige Feuerwehr jederzeit rechnen. Daher setzte sich die Klinikleitung der Lungenfachklinik Löwenstein und die Feuerwehr Löwenstein zusammen und planten eine Evakuierungsübung.
Um diese Situation zu üben, kam keine normale Station während des Klinikbetriebes in Frage, deshalb wurde die Station Schlaflabor als „normale“ Station umfunktioniert. Sie ist während des Wochenendes nur selten belegt.
Bei einer Evakuierung einer Station reichen die Kräfte der Freiwilligen Feuerwehr Löwenstein nicht aus. Daher wurden die Nachbarwehren aus Wüstenrot und Obersulm mit in die Übung eingebunden. Weiter waren die Ortsgruppen des Roten Kreuzes aus Löwenstein, Wüstenrot und Obersulm mit an der Übung beteiligt.
Die Feuerwehr Löwenstein war mit ihren Fahrzeugen einem LF 16/12, TLF 16/25 und einem KEF im Übungseinsatz.
Aus Obersulm war eine Drehleiter, LF 8/6 und ein ELW im Einsatz. Aus Wüstenrot/ Wüstenrot-Neulautern je ein LF8/6.
Übungssituation:
Brand im 3.OG / Schlaflabor. Brandausbruch nachdem ein Patient, der mit Sauerstoff versorgt wurde, im Bett eine Zigarette geraucht hatte. Die Brandschutztüren schlossen, ließen sich aber nicht mehr öffnen. Der Zugang war nur noch über ein „Nottreppenhaus“ möglich.
Nach dem Alarm rückte die FFW Löwenstein mit ihren Fahrzeugen aus. Der erste Verletzte wurde im „Nottreppenhaus“ gefunden und gerettet. Nachdem das erste Löschfahrzeug eingetroffen war ging der Angrifftrupp zur Erkundung und Menschenrettung in die verrauchte Station vor.
Die Klinik richtete einen Sammelplatz für die Verletzten ein. Nach der Erstversorgung am Sammelplatz wurden dann die Verletzten, ihren Verletzungen entsprechend, an den Rettungsdienst oder das Rote Kreuz verteilt. In Rettungswägen wurden die Verletzten dann in andere Krankenhäuser transportiert. Die leicht Verletzten wurden durch das Rote Kreuz , das mit Ihren Ortsverbänden einen „Verbandsplatz“ mit Zelten aufgebaut hatte, versorgt.
Die Wehren aus Obersulm und Wüstenrot wurden nach zur Unterstützung angefordert.
Die weitern Patienten wurden in ihren „sicheren“ Zimmern durch die FW betreut, bis der Flur rauchfrei war. Zu diesem Zweck kamen Überdrucklüfter zum Einsatz. Zwei Patienten konnten nicht über das Treppenhaus transportiert werden, sie wurden mit der Drehleiter gerettet.
Insgesamt wurden 11 Personen, 9 Patienten und zwei Angestellte der Klinik bei der Übung gerettet.
Während der Übung kam es zu einem echten „Notfall“, ein Kamerad verletzte sich am Kopf, er wurde dann durch das Klinikpersonal versorgt.
Es wurde bewusst kein Drehbuch geschrieben, um die „Schwachstellen“ bei der Zusammenarbeit zwischen Klinik – Rotem Kreuz – und der Feuerwehr aus drei Gemeinden „realitätsnah“ herauszufinden.
Die Übung verlief nahezu reibungslos.
Die Zusammenarbeit funktionierte, kleinere Fehler sind zu beheben.
Die Feuerwehr Löwenstein möchte sich bei der Klinik Löwenstein und Ihren Mitarbeitern, den Ortsgruppen des Roten Kreuzes Löwenstein, Obersulm und Wüstenrot, den Nachbarwehren aus Wüstenrot und Obersulm bedanken.
Bericht: Heiko Hüttinger
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